Landesdelegiertenkonferenz
6. Dezember 2008
Seidenweberhaus Krefeld
© 2008, Die Grünen NRW
Direkt danach wurde verabschiedete der Landesparteitag eine Resolution, die sich gegen neue Kohlekraftwerke richtet – so auch gegen das geplante 800 Megawatt-Steinkohlekraftwerk in Krefeld-Uerdingen. Denn jedes weitere Kohlekraftwerk zementiert eine verfehlte Energiepolitik, die auf klimaschädliche Großkraftwerke statt auf Energiesparen, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien setzt. Das in Krefeld geplante Kohlekraftwerk mit einer Laufzeit von 40 bis 50 Jahren emittiert pro Jahr etwa 4,3 Millionen Tonnen CO2. Damit würde sich der jährliche CO2-Ausstoß Krefelds mehr als verdoppeln. Als Alternative zum Kohlekraftwerk sollte ein hocheffizientes, modernes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk gebaut werden.
Wir GRÜNEN stehen auf der Seite derjenigen in Krefeld, die gegen den Bau des Kohlekraftwerks kämpfen und begrüßen die Ablehnung der Planungen durch eine Mehrheit von GRÜNEN und CDU im Krefelder Rat. Die Entscheidung des Krefelder Rates ist starkem Druck aus Bund und Land ausgesetzt. Bundesumweltminister Gabriel hat vor Ort versucht, die falsche Energiepolitik der Bundesregierung durchzusetzen. Sein Auftritt offenbarte die Kluft zwischen Sonntagsreden für mehr Klimaschutz und dem alltäglichen Einsatz für die größten CO2-Schleudern in der Bundesregierung. Auch die Landesregierung, insbesondere Ministerpräsident Rüttgers und Wirtschaftsministerin Thoben, haben massiven Druck auf die Kommune ausgeübt. Im Landtag haben sich CDU, SPD und FDP für das Krefelder Kohlekraftwerk ausgesprochen.
Wir GRÜNEN fordern die Kohle-Koalition aus CDU, SPD und FDP auf, die Energiepolitik der Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich mit uns GRÜNEN für Erneuerbare Energien, Energiesparen und Energieeffizienz einzusetzen.